Notizen zur Ecuadorreise  "Vulkane, Urwald und Pazifikstrände"              zurück

Wikinger Gruppenreise von Freitag 11.1.2002 bis Freitag 1.2.2002

1.Tag, Freitag: 
Abflug in Deutschland. Flug mit Continental via Newark. Abflug 11:10. Einchecken mind. 2 Std im Voraus. Rechtes Chaos auf Flugplatz (Langsame Abfertigung an Ticketschalter, Checkin, Zoll, Sicherheitskontrolle, zweite Sicherheitskontrolle - viele Leute recht nervös und aggressiv)
Ich habe kein Ticket erhalten und stehe total über 3 Std an. (Ich reiste am Vorabend 18:00 in Hohenems per Bahn ab und verbrachte die Nacht  Bahnhofviertel Frankfurt)
Newark (New York) durch Immigration - erneut anstehen - Abschlussflug nur knapp erreicht. Ankunft um Mitternacht in Quito.
Transfer zum Hotel Quito, erstes Zusammentreffen mit ganzer Gruppe

2.Tag, Samstag:
Lokaler Veranstalter ist Pachamama-Tours (Tochterfirma in Ecuador von Wikinger).
Geführt wird die Reise von Fredi Melo (Ecuadorianer mit guten Deutschkenntnissen, Fahrer des Busses ist Juanito. Die Gruppe besteht aus 12 Reisenden, 9 aus Deutschland,
2 aus der Schweiz und einer aus Österreich. Einige sprechen recht gut spanisch, was sich in Ecuador als recht nützlich erweist
Relativ frühes Frühstück, Anschließend Ausflug nach Otavalo. Dabei passieren wir den Äquator. Einige Stunden auf dem Markt. Besuch der Plaza de Ponchos wo eine große Auswahl indianischer Textilien angeboten wird. Kurze Wanderung zu einem Wasserfall. Fahrt nach Cayambe und Bezug unserer Hacienda (Guachala Cayambe) .

3.Tag, Sonntag:
Fahrt nach Quito. Zuerst einige Stunden in Neustadt - mit Besuch historisches Museum. Dann  unternehmen einen Stadtrundgang durch die koloniale Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen und imposanten Kirchen- und Klosteranlagen. Weiterfahrt weiter südlich. Übernachtung  bei Machachi (Hosteria La Estation)

4.Tag, Montag:
Fahrt zum Cotopaxi Nationalpark. Wir wandern ca. 4 Stunden durch eine karge Hochebene, umrahmt von den Vulkanen Cotopaxi (5.897 m), Ruminahui und Sinchilagua. Anschließend fahren wir weiter bis nach Riobamba. Übernachtung in Riobamba (Hosteria El Troje, etwas ausserhalb Stadt)

5.Tag, Dienstag:
 Vulkantrekking Sangay Nationalpark. Heute startet unser Vulkantrekking zum Altarmassiv im Sangay Nationalpark. Mit dem Bus geht es zunächst bis zur Hacienda El Releche. Wir verpacken unsere Ausrüstung auf Transportpferden und wandern ca. 6 Stunden auf eindrucksvoller Route bis in das Collanes-Tal, wo wir unser Basislager einrichten. Dort eröffnet sich der Blick auf die Altarkrone mit der Mehrzahl der Spitzen des Massivs wie die Nordwand des Obispo (5.404 m), die bis heute nur ein einziges Mal bestiegen wurde. 3 Übernachtungen im Collanes-Tal (Zelten, Temperaturen sinken in Nacht jeweils auf Minus Grade - wir haben vielleicht um -3 Grad C).
Unser Basislager liegt auf etwa 3800m. Wir werden von einem lokalen Führer und 2 Köchinnen begleitet. Gepäck wird mit Maultieren transport iert.

6.Tag, Mittwoch:
 Vulkantrekking Sangay Nationalpark. Wir wandern ca. 5 Stunden bis zum Fuß der Zentralcaldera und steigen dann etwa 300 Höhenmeter auf bis zum Kraterrand der gelben Lagune. Wir genießen den Blick auf die hängenden Gletscher des Vulkans sowie zurück in das tiefer liegende Collanes-Tal.
Aufstieg auf rund 4200m.

7.Tag, Donnerstag: 
Vulkantrekking Sangay Nationalpark. Wir haben einen ca. 500 Höhenmeter umfassenden Aufstieg am südlichen Kraterrand vor uns. Doch unsere Mühe wird belohnt durch den grandiosen Ausblick auf den südwestwärts vom Obispo herabströmenden Gletscher, dessen Ränder in der Laguna Mandur enden. Wanderzeit ca. 8 Stunden. Aufstieg auf ca. 4460m. 
Mit langsamen Schritt erreichen auch die weniger Trainierten den Gipfel.

8.Tag, Freitag:
 Vulkantrekking Sangay Nationalpark. Rückwanderung von ca. 5 Stunden zur Hacienda El Releche und Fahrt nach Riobamba. Übernachtung in Riobamba (El Troje). Einige Zeit besteht auf unbefestigter Strasse auf dem Busdach mitzufahren.

9.Tag, Samstag:
Chimborazo. Auffahrt zum höchsten Berg Ecuadors (6.310 m) bis auf eine Höhe von 4.800 m, von wo aus wir weiter zur Edmund Whymper Hütte auf 5.000 m aufsteigen können. 2 Übernachtungen in Baños. (Bunalos Monte Selva). Geburtstag von Freddy. Nacht im 'Ausgang' in lokalem Musik/Tanzlokal.

10.Tag, Sonntag:
Baños. Von Baños nach Patate nach  wandern wir ca. 7 Stunden mit herrlichen Ausblicken auf den aktiven Vulkan Tungurahua sowie den Gebirgskessel um Baños. Ein Teil der Gruppe macht Pause - die anderen werden durch Superaussichten belohnt.

11.Tag, Montag:
Wegen Angst von Strassenblockade durch Lokale Anwohner fahren wir bereits um 5 Uhr los bis zum Rio Anzu . Abfahrt in das Amazonasbecken durch das tief eingeschnittene Tal des Pastazaflusses. Wir erreichen unsere Urwaldlodge am Rio Anzu (Shangrila Camp) bereits um 9 Uhr und haben bis Mittag etwas Zeit zum Relaxen. Am Nachmittag  kurze Wanderung  zu einem Aussichtspunkt. Ich versuche es mit Schwimmen im Fluss.
2 Übernachtungen am Rio Anzu. Diverse Lokale Führer im Urwaldteil.

12.Tag, Dienstag: 
Rio Anzu. Halbtägige Wanderung durch einen Cañon mitten im Urwald mit Kletterpartien. Auf Autoreifen lassen wir uns den Rio Anzu hinuntertreiben und genießen die Urwaldszenerie. Abend mit lokalen Musikdarbietungen (und etwas trinken)

13.Tag, Mittwoch:
Urwaldtrekking Rio Jatunyacu. Wir wandern den ganzen Tag (ca. 8 Stunden) vom Rio Anzu zum Rio Jatunyacu. Dabei geht es durch den Regenwald und durch Siedlungs- und Anbaugebiete der Quichua-Indianer. Wir erfahren viel über die Lebensweise der Waldindianer. 
Wir haben ein eher hohes Marschtempo.
Zeltübernachtung im Urwald auf gedecktem Platz am Rio Jatunyacu (Community-haus) .

14.Tag, Donnerstag: 
Urwaldtrekking Rio Jatunyacu. Heute geht es weiter den Rio Jatunyacu flussaufwärts. Wir erreichen das Urwaldcamp Amarongachi und können in Lagunen ein erfrischendes Bad nehmen. Wegen hohen Wasserstand können die Flüsse wie geplant überqueren (durchwaten und Boot) - und wir machen die zweite Hälfte der Wanderung im Auto.
Hüttenübernachtung im Urwaldcamp. (Amarongachicamp). Angst vor Parasiten in Matratzen lässt den meisten keinen guten Schlaf.

15.Tag, Freitag: 
Rio Jatunyacu. 2/3 der Gruppe Wanderung in den Bergnebelwald zu einem Wasserfall (mit Kletterpartien). Rest Teilnahme an optionaler Raftingtour  Raftingtour (ca 5 Std, 25 km) auf dem Rio Jatunjacu bis nach Puerto Napo. Schöne Wildwasserstellen wechseln mit ruhigeren Stellen ab. Ca. 15 Abfahrt in Tena nach nach Papallacta zu den heißen Quellen fahren. Übernachtung in Papallacta. (Hosteria Termas)

16.Tag. Samstag: 
Da die Fahrt nicht wie geplant bis zur Küste geht, können wir bis nach Mittag die entspannte Umgebung von Papallacta geniesen. Da die Fahrt mesit im Regen und Nebel erfolgt kriegen wir von landschaftlich eindrucksvollen Umgebung wenig mit. Übernachtung in St. Domingo (Mi Cuchito). War vermutlich das einzige nicht lohnende Reiseziel (wir waren nur hier weil Rückflug ein Tag zu spät gebucht war).

17.Tag, Sonntag:
Etwa 5 Stunden Fahrt an die Westkordillere und weiter bis zu den Stränden von Atacames. 3 Übernachtungen in einer Hüttenanlage am Pazifikstrand von Atacames. Am lang gezogenen Sandstrand von Atacames entspannen wir uns vom Trekking und genießen an den kleinen Strandbars einen Cocktail (präzis waren es einige!).
Der erste Tag lädt noch am ehesten zum Baden im Meer ein.

18.Tag, Montag:
Atacames.  Der einzige Tag der Reise (abgesehen vom Anreise und Abreise) ohne Führung. Einkaufen, Besuch von Bank und Internetcafe, Drinks, Lesen, Lesen, Relaxen, eher wenig Meer (zu rau) dürfte das Programm der meisten uns gewesen sein.

19.Tag, Dienstag:
 Atacames.  Etwa die Hälfte der Gruppe macht einen Ausflug zur  Insel Muisne. Etwa 3 Std Ausflug (inkl Pause) Ausflug mit Boot durch Mangroven zu einer kleinen Insel. Dafür ist Aufenthalt in Muisne eher kurz. 

20.Tag, Mittwoch:
Rückfahrt nach Quito, ca. 7 Std.  Übernachtung in Quito (Hotel Quito). Abend in Neustadt Quito (Touristenviertel) - letzte Einkäufe und Verabschiedung erste Teilnehmer

21.Tag, Donnerstag: 
4.30 Uhr früh (kurze Nacht!) Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Deutschland. Abflug: 8.15 N> an 16:15, weiter 19.20
Kontrollen, Zollabfertigung sind in Newark sehr schnell.

22.Tag, Freitag: 
Ankunft in Deutschland 9.15  (Lokalzeit Quito wäre 3:15). In Frankfurt scheint wieder alles viel länger zu dauern als in Newark. Einige von uns müssen noch einige Zeit ihr Gepäck suchen. Meine Rückreise bis nach Lindau ca. 15:00)

Wetter während Reise:
Ecuador ist fast immer mit Wolken durchzogen und es regnet in vielen Regionen fast täglich. Während des Trekkings hatten wir gutes Wetter und meist recht gute Sicht - teilweise war Sicht sogar aussergewöhnlich gut. Das Wetter im Urwald war wechselhaft - viel Regen, aber dafür auch nicht sehr heiss. Bei der Fahrt von Papallacta ans Meer dominierte Regen und Nebel. In Atacames liess sich die Sonne die ganze Zeit nicht sehen.

Essen:
Vielfalt und Qualität an meisten Orten recht gut - viele frische Früchte bereichern das Angebot. Trotz vielen Kaffeeplantagen ist Ecuador kein Land Kaffeegeniesser.